Naturwerkstatt Priwall Naturschutzgebiet "Südlicher Priwall"
Tourismus Lübeck-Travemünde

Adresse: Fliegerweg 5-7 23570 Lübeck-Travemünde

Telefon: (04502) 9 99 64 65

Breite: 10.876385

Länge: 53.9528

Naturwerkstatt Priwall Naturschutzgebiet

Beschreibung - Naturwerkstatt Priwall Naturschutzgebiet "Südlicher Priwall" Tourismus Lübeck-Travemünde



Faxnummer:
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Webseite: http://unv.luebeck.de/naturschutz/arten_biotopschutz/schutzgebiete/nsg/suedlicher_priwall.html
Branche:

  • Tourismus
    Stichworte:

    Ein sonniger Sonntag mit knallblauem Himmel, bestes Wetter für einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet Südlicher Priwall. Mit der Fähre, die mittlerweile 1,10 € pro Fahrt kostet, setzen wir von Travemünde zum Priwall über. Die Fahrt dauert nur knappe 3 Minuten. Auf dem Priwall angekommen, halten wir uns rechts, gehen an der Seniorenwohnanlage „Rosenhof“ vorbei und sind schon auf dem Wanderweg, der an der Travemündung entlangführt und den Blick auf die Fahrrinne und die Skyline von Travemünde freigibt. Eine Info-Tafel informiert: „Der Priwall ist eine ehemalige Strandwallebene in der Travemündung, die durch Sandaufspülungen vor allem im Süden und Westen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts durch den Menschen stark verändert wurde. Aufforstungen mit Hybrid-Pappeln, Grau-Erlen und Nadelhölzern prägen teilweise auch heute noch das Landschaftsbild. Durch gezielte Entnahme von Gehölzen, vor allem aber durch die Weiterentwicklung der Flächen „aus eigener Kraft“ entsteht nun eine neue „Wildnis“. Heimische Arten wie Sanddorn, Wildrosen, Weiden und Birken wandern nach und nach ein, und wenn die Standortverhältnisse geeignet sind, später auch Eichen und Buchen. Hier kann beobachtet werden, wie sich die Natur die vom Menschen stark veränderten Flächen im Laufe der Zeit zurück erobert. Im Herbst und Winter können hier Scharen von Singvögeln, vor allem Wacholderdrosseln, Rot- und Singdrosseln, beobachtet werden, die von den Früchten des Sanddorns und Holunders angelockt werden.“ Überall wachsen in der Tat Sanddornbüsche, deren Beeren zwar in der Tristesse der Landschaft zu dieser Jahreszeit ein Farbtupfer sind, aber ihre intensive Farbe haben sie verloren, sind auch schon etwas weich und matschig. Als wir den südlichen Teil des Naturschutzgebietes erreichen, überqueren wir die sumpfigen Ausläufer der Pötenizer Wiek über einen langen, sehr (!) glitschigen Steg. Idyllisch ist die Landschaft mit ihren Kopfweiden, den Gräsern und dem bunt gefärbten Laub einiger Bäume und Büsche anzuschauen. Auf einer Weide grasen Merinoschafe, überall glitzern Wassertropfen, die an Spinnweben hängen, in der Morgensonne. Ruhe, absolute Ruhe, mal hört man das Zwitschern eines Vogels, das war`s dann aber auch schon mit der Geräuschkulisse. An mehreren Stellen gelangt man ans Wasser, zwei Aussichtsplattformen mit einer Höhe von ca. 1,5 m bringen allerdings nicht so wirklich den großen Überblick. Nach gut einer Stunde sind wir wieder am Fähranleger, bezahlen wieder 1,10 € und treten die Heimfahrt an.